Traumwelten

Die Welt fliegt an mir vorbei, Bäume wie Schatten vor dem blassen sich langsam färbenden Horizont. Für einen kurzen Moment fliegt ein Vogel auf gleicher Höhe, bloß für ein paar Flügelschläge um dann immer höher zu steigen, in die ewigen Lüfte zu entgleiten. Über den Feldern und Wiesen wabert eine seichte Nebelschicht, bedeckt die Gräser und Ähren wie eine weiche Schutzhülle, verleiht der Natur eine surreale Schönheit, so unwirklich und doch wahr. Die Silhouetten der Baumwipfel am Waldrand berühren den Himmel, von ihnen fließt ein wunderschöner Rosaton aus, als wären ihre Spitzen Pinsel um die Wolken in tausend Farbnuancen zu tauchen. Der Zug verlangsamt seine Geschwindigkeit, langsam tauchen Häuser zu beiden Seiten auf, aus deren Fenstern die Lichter strömen, die Morgenluft erhellen, den Zauber nehmen, all die Träumereien mit einem Schlag ersticken. Ein letzter Blick noch, dann schließe ich meine Augen, richte meinen Blick nach innen, erschaffe meine eigene Welt, beginne wieder zu träumen, doch dieses mal ist es leider wirklich nur ein Traum und nicht mehr der Traum der Wirklichkeit.

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