Wände

Gemütlich schunkelnd fährt der Bus durch die Nacht. Häuser und Fenster ziehen an mir vorbei, immer wieder erhasche ich einen Blick in die Zimmer dahinter. Winzige Augenblicke des Lebens eines anderen. Hinter einer Scheibe läuft ein Handballspiel, bei einer anderen das Dschungelcamp, dann sehe ich einige leere Regale an einer weißen Wand. Und überall wohnt jemand, lässt sich fallen, durchlebt Höhen und Tiefen innerhalb dieser Wände. Gefühle die vielleicht niemals jemand anderes sehen wird, niemand außer diese Wände. Sie hüten unsere Geheimnisse, schließen sie in sich ein ohne jedoch zu vergessen.

Mauern mit dem Wissen einer Ewigkeit.

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